Teil 2: Neue Zeiten – neue Gewohnheiten

Teil 2: Neue Zeiten – neue Gewohnheiten

  • Beitrags-Autor:
  • Beitrags-Kategorie:My Corona

Schon neulich hatte ich darüber berichtet, dass ich jetzt mehr Zeit zu Hause verbringe und die Zeit dafür nutze, mir neue Gewohnheiten anzueignen. Ich will mir angewöhnen, weniger Plastikmüll zu produzieren. Eine neue Angewohnheit anzunehmen, dauert 28 Tage. Es beginnt immer mit dem 1. Schritt und man soll nicht versuchen, alles auf einmal zu ändern. Also immer schön langsam nach und nach neue Gewohnheiten annehmen!

Statt Shampoo benutze ich jetzt Haarseife (gibt’s in jedem Drogeriemarkt) und statt Conditioner nehme ich jetzt die „saure Rinse“: ich fülle 1 Essl. Apfelessig in eine Karaffe, fülle einen Liter kaltes Wasser auf und schütte das über mein ausgewaschenes Haar. Das Ergebnis ist toll. Essig und kaltes Wasser schließen die Schuppenschicht der Haare, eventuelle Kalkablagerungen werden entfernt und die Haare glänzen ganz wunderbar.

Ich habe jetzt also schon mal die Shampoo- und Conditionerflaschen eingespart und jetzt geht es weiter.

Wenn ich mich so in meinem Badezimmer umsehe, gibt es noch reichlich Spielraum für weniger Plastik:

  1. Der Seifenspender

Inhalt: Wasser und Seife. In einer Einweg-Plastikflasche mit Pumpe. Verursacht regelmäßig Müll. Meine Erkenntnis: ein Stück Seife tut es auch. Da gibt es reichlich Auswahl, unverpackt oder in Papier gewickelt. Und es gibt viele Möglichkeiten, das Seifenstück so abzulegen, dass es nach der Benutzung nicht im Wasser schwimmt. Lifehack meiner Mutter:  in das Seifenstück einen Kronkorken drücken, dadurch bekommt die Seife Abstand zum Untergrund, wenn man sie ablegt.

  1. Duschgel

Inhalt: Wasser und Seife. In einer Einweg-Plastikflasche. Verursacht regelmäßig Müll. Meine Erkenntnis: ein Stück Seife tut es auch (siehe oben). Ich habe mir eine schöne Olivenseife gekauft, aus traditioneller Herstellung. Die kann ich sogar für die Haare benutzen. Und ich habe lange überlegt, wie ich die Seife ablege, damit sie nach dem Duschen trocknen kann und sich nicht in ein matschiges, flutschendes Etwas verwandelt. Da sind die Gegebenheiten von Badezimmer zu Badezimmer sehr verschieden, aber es lohnt sich, ein für allemal für sich persönlich eine gute Lösung zu finden, dann kann man auf Duschgel aus Plastikflaschen verzichten.

Kokosöl funktioniert (dünn verwendet) auch als Handcreme und Gesichtscreme. Und als Haarkur: vor dem Schlafengehen Kokosöl dünn in die Haare massieren und über Nacht einwirken lassen (auf das Kopfkissen ein Handtuch legen!). Morgens wie gewohnt die Haare waschen.

  1. Bodylotion

Inhalt: Fett (meistens aus Erdöl), Wasser und viele Chemikalien, damit das Wasser nicht schlecht wird. Verpackt in einer Plastikflasche oder Plastiktube. Meine Erkenntnis: lieber natürliches Fett benutzen und auf das Wasser und die vielen Chemikalien verzichten. Ich habe mir ein Glas mit Kokosöl gekauft und auf dem Flohmarkt ein paar schöne Löffel, die dekorativ neben dem Kokosöl lagern. Mit einem Löffel nehme Kokosöl aus dem Glas, zerreibe es zwischen den Händen und creme mich ein. Nur sehr dünn verwenden. Zieht schnell ein und riecht gut. Und die trockene Haut freut sich. Zur Abwechslung nehme ich auch mal Olivenöl oder Mandelöl (teuer).

Ach ja – für alle, die sich schminken: Kokosöl kann man ganz wunderbar zum Abschminken benutzen.

Durch ein einziges Glas Kokosöl lassen sich also folgende plastikverpackte Pflegeprodukte sparen:

  • Bodylotion
  • Gesichtscreme
  • Handcreme
  • Haarkur
  • Abschminke

Da spare ich nicht nur Plastik, sondern auch noch eine Menge Geld. Und das Badezimmer sieht gleich viel aufgeräumter aus.

 

Mein Müllvermeidungs-Projekt geht weiter. Es ist leichter als gedacht. Nächste Woche mehr!